Sonntag, 19. Dezember 2010
Warnung! Nur fuer die, die es auch wirklich wissen wollen!
Und da ich weiss, dass in deutschland gerade schnee und eis die aussenwelt beherrscht, schreibe ich diesen blogeintrag fuer die waermere Zukunft:
WARNUNG! Dies ist nur fuer die, die es auch wirklich wissen wollen!
Dies ist ein Test, den jeder fuer sich selbst machen, beleibig veraendern kann.
aber wer wirklich wissen will, wie ich hier unten lebe, der liest nicht nur diesen eintrag, sondern folgt den folgenden instruktionen ohne veraenderung fuer einen tag.
Dann erlebt ihr ein abenteuer, wozu ihr nicht nach afrika kommen muesst sondern es auch in deutschland machen koennt.
natuerlich sind dinge wie die hitzte, die natur und die menschen wie hier nicht gegeben aber man kann sich so etwas ja vorstellen.
Punkt 1:
Das aufstehen und anziehen ist ganz normal.
Punkt2:
Toilette wird am ganzen tag nicht einmal benutzt. nicht einmal die dusche oder das waschbecken. schliesst es einfach fuer den restlichen tag ab. (nehmt davor aber nocht kleinigkeiten wie rasierer, zahnbuerste und kamm raus.)
Anstelle von dem schoenen bad, gehst du raus in den garten, buddelst ein Loch in den boden und erledigst dein geschaeft! Achtung! Klopapier ist nicht erlaubt!
Zum entfernen des geschaefts komme ich spaeter!
Punkt 3:
Fruehstueck: jaaaaa, jetzt freut ihr euch schon alle auf ein muesli, ein toast oder was ihr sonst noch morgens esst.... Vergesst es!
Folgendes zu tun. ihr nehmt euch eine scheibe weissbrot, schmiert butter drauf= fertig. bon apetit! dazu gibt es keinen orangensaft oder kaffe sondern einfach nur wasser, welches ihr euch davor besorgt habt.
Punkt 4:
wie kommt ihr dann ans wasser?
klar ihr koenntet den wasserhan aufdrehen und das glas darunter halten.... pustekuchen!
ihr nehmt euch einen eimer, lauft zum naechsten brunnen wo dran steht: "kein trinkwasser" und tragt ihn gefuellt zurueck nach hause. Auto ist nicht erlaubt!
Fahrrad oder schubkarre sind erlaubt!
dann kocht ihr das wasser zu hause auf, aber stopp! geht bloss nicht in die kueche zum herd! den gibts naemlich heute nicht! ihr nehmt die holzkohle aus dem grill, macht ein feuer im garten oder auf der strasse und stellt den topf mit wasser drauf. ihr wartet bis das wasser 5 min. kocht und nehmt nehmt es dann herunter.
jetzt wartet ihr bis es kalt wird und stellt es dazu am besten in den schatten. oder ins haus. Denkt gar nicht erst daran den topf mit dem kochenden wasser in den kuehlschrank zu stellen!! kuehlschrank ghibts heute naemlich auch nicht!
Punkt 5:
ihr wundert euch wahrscheinlich noch, was ihr mit dem loch im garten machen sollt?
kippt ein bisschen wasser ins loch. das ist die afrikanische spuelung!!
Punkt 6:
ich hoffe ihr habt genug wasser geholt, denn fuer diesen teil des MORGENS braucht ihr noch etwas! nehmt 1 liter wasser. erhitzt dieses nochmal bis es warm genug fuer eine Dusche ist und stellt euch in den garten. dann nehmt ihr einen becher, schoepft damit wasser aus dem behaelter und kippt es ueber euch. wenn der liter leer ist, habt ihr pech gehabt. mehr gibts nicht fuer ne dusche!
seife ist erlaubt, schampoo nicht!
Punkt7:
ihr habt dreckige waesche? ihr wollt sie sauber machen?
dann holt nochmal wasser, denn ihr werdet es brauchen! und ratet mal: richtig! waschmaschine faellt heute auch aus!
auch der trockner wer bloed fragen will!
ihr muesst dieses mal das wasser allerdings nicht erhitzten. schuettet es einfach nur in einen eimer oder breiteren behaelter. dann gebt ihr etwas waschpulver hinzu und holt eure schmutzwaesche. die lasst ihr im wasser mit waschpulver einweichen und rubbelt es dann, bis es schaeumt und die dreckigen flecken weg sind. Das gute ist, dass durch diese methode sogar die hartnaeckigsten felcken verschwinden, die man seit mehreren jahren in der kleidung hat und schon alle moeglichen waschpulver ausprobiert hat.
dann wringt ihr die waesche aus und weicht sie in einen extra behaelter mit wasser ein und loest dort den schaum vom textil.
dann haengt ihr die kleidung auf einer waescheleine auf und ddann wird gewartet.
wenn sie trocken ist, faltet ihr sie zusammen und ihr koennt sie wieder zurueck ins regal tun. Buegeln ist nicht!
Punkt 8:
schaltet den fernseher ein und lasst ihn den restlichen tag laufen. am besten schaltet ihr auf mtv oder einen auslaendischen sender, wo ihr die sprache nicht versteht! dann habt ihr so das ungefaehre feeling von der medienaufnahme hier.
Punkt 9:
wo wir gerade bei medien sind:
ihr bekommt wahrscheinlich taeglich eure morgenpost/zeitung.... stellt euch einfach vor, der brieftraeger sei heute morgen krank und keiner ersetzt ihn= keine zeitung, briefe oder andere postlichen dinge.
Punkt 10:
(diesen punkt kann ich euch nicht empfehlen und ich will ihn euch auch nicht ans herz setzten, aber vorstellung alleine reicht.)
lauft den ganzen tag einfach nackt in der gegend herum!
ja genau! Nackt! dann habt ihr das gefuehl wie man sich als weisser in afrika vorkommt. jeder guckt euch an und bleibt stehen, wenn ihr vorbeilauft!
Punkt 12:
stellt am abend so gegen 5 uhr einfach mal den strom ab.
was ihr jetzt machen sollt? fragt mich nicht. aber ich kann euch eins sagen. buch lesen geht nicht, fern gucken eh nicht, computer auch nicht, kochen auch nicht, im prinzip koennt ihr gar nichts machen! ausser warten, bis ihr ins bett geht!
wenn ihr das alles macht, dann wisst ihr wie es sich anfuehlt in afrika zu leben.
ihr werdet sicherlich von jedem bloed angeguckt. aber so ist das hier!
viele gruesse! Julius
Donnerstag, 16. Dezember 2010
neulich im paradies...
Neuste Geschehenisse:
Jana und ich sind letzte woche nach arusha zu unseren freunden gefahren und haben dort nochmal ausspannen duerfen.
Wir haben ein bisschen party gemacht und sind mit afrikanischen freunden zu den heissen guellen gefahren. Diese liegen mitten in der steppe und sind auch wirklich nur mit einem gelaendewagen zu erreichen, denn es fuehrte eine lange zeit keine strasse dorthin. Wir sind groessten teils durch unbenutzte ausgetrocknete felder, ausgetrocknete flussbetten und steinigenhuegeln gefahren. Doerfer mit einem fernseher um den sich die halbe dorfgemeinschaft tummelt, hirten mit ihren kuehen und ziegen und kinder die nackt in pfuezten plantschen waehrend die muetter mit den haenden die kleider waschen sind uns begegnet waehrend wir in unseren autos mitten durch gefahren sind. Da dachte ich mir: das sind echt doerfer die nichts mitkriegen wuerden, wenn ein neuer praesident gewaehlt oder gestuertzt wird, oder wenn der 3. weltkrieg ausbricht! Die machen dann einfach gewohnt ihr leben weiter.
Auf jeden fall sind wir dann 2h lang durch die steppe geduest und kamen dann in diesem paradiesaehnlichen verhaeltnissen an: knallende sonne, schwuele luft, und vor dir steht ploetzlich ein saftig gruener hain mit grossen geschwungenen baeumen zwischen denen die palmen und farne sich um genuegend platz streiten. Ein wettkampf um das gruenste gruen fand dort statt. Und mitten drin ein bach, der unter einem gewaltigen findling zu einem kleinen badesee entspringt. Warmes, hellblaues wasser sprudelt aus dem fels hervor und man kann diesen gegenstrom wie eine gegenstromschwimmanlage wie in den schwimmbaedern benutzen. Dieser ist aber natuerlichem ursprungs. Das leben in diesem wasser muss ich aber noch einmal hervorbringen. Schildkroeten schwimmen gemaechlich zwischen den gewundenen wurzeln der nahe stehenden baeume, katzenfische schiessen aus ihren loechern zwischen den steinen am grund, und keine einzige muecke oder fliege summt einem ins ohr. Kleine affen baumeln an den baumen im blaetterdach und impalas kommen hierher zum trinken. Ein paradies fuer mensch und tier. Wir waren so ueberwaeltigt von der friedlichkeit und schoenheit dieses ortes, das wir dort einen ganzen tag verbrachten und uns vornahmen in zukunft oefter hierher zu kommen und zu zelten. Die fahrt hatte sich gelohnt.
Wir schwammen die ganze zeit im blau, erkundeten das wurzelreich und den grund unter wasser mit taucherbrillen und sprangen von baumen oder vom ufer mitten in das 2,5-3m tiefe wasser. Der staendig fliessende strom warmen wassers war unbeschreiblich angenehm.
Kostenlos war der spass nicht, aber teuer auch nicht. Fuer 12 personen ueber 18 jahre war der preis umgerechnet 7,50 euro fuer einen ganzen tag!
Ich glaube dass jana bald noch bilder davon hinein stellt, damit ihr euch das nicht nur vorstellen, sondern auch sehen koennt, oder ihr guckt auf meiner seite in facebook einfach mal bei den fotos im ordner afrika nach.
Bitte mehr posten. Ich brauche mehr feedback!
Sonntag, 28. November 2010
See und Stromausfaelle
auch wenn man dann einen spaziergang zum lake singida macht scheint es zunaechst so, als wuerden die leute, die singida besucht haetten recht. durch staub und dreck, einem brennenden haufen von gummireifen und leitungen fuehrt ein pfad hinunter. an halb vertrockneten grashalmen haengen plastiktueten und papierfetzten. kuehe und ziegen grasen zwischen ihrem eigenen dung nach grashalmen und hinterlassen nur noch staub und sand.
aber dann sieht man den see und all dies ist hinter dir: er erstreckt sich ueber mehrere hektar flach in der steppe, schilfhaine gruppieren sich am ufer und bieten perfekte nistplaetze fuer lebewesen. eine wahre voelkerwanderung von voegeln ziehen ueber den see hinweg wie ein schwarm auf der jagd nach muecken und anderen naechtlichen insekten, die wie unkraut herumschwirren. kinder plantschen nackt in der heissen nachmittagssonne am ufer, waehrend ihre muetter die waesche mit den haenden mit seewasser waschen und sie zum trocknen auf die ueppig gruene wiese legen und froehlich tratschen. junge fischer werfen ihre netzte aus oder flicken sie zusammen. boote, die aus einem baum bestehen, der ausgehoehlt wurde liegen am strand bereit um wieder mit sanften paddelschlaegen auf das klare tuerkis hinausgetragen zu werden. moeven und andere voegel lassen sich auf steinen nieder, die aus dem zentrum des sees hinausragen.
im hintergrund vom gras am ufer wachsen starke baeume mit vollem geaest und blaetterdach.
kein zeichen von duerre und das im letzten monat vor der regenzeit.
kinder spielen am strand fussball. maedchen tragen wasser vom see zu den steinen auf dem ufer.
dort errichten sie einen krater aus erde auf den steinen und lassen das wasser dort hinein. du denkst, sie wollen waschen oder klares trinkwasser machen?
in wahrheit ist der lake singida ein salzsee und somit auch eine produktionsstaette fuer salz. in diesen kratern verdunstet das wasser und hinterlaesst eine 4-5cm dicke salzschicht.
gruene Haine aus exotischen baeumen und pflanzen bilden sich entlang der ufer und sind sowohl ein erntefeld, als auch ein obstgarten. auf den grossen felsen am uferarm laesst es sich friedlich und ruhig entspannen und gedanken sortieren oder abschalten waehrend man auf das gruenste gruen unter dir sieht und auf die grosse weite des lake singida.
jetzt komm ich zu einem eher unerfreulichen teil meiner letzten woche.
in dieser woche wurde ich insgesammt 5-6 mal von einem stromausfall ueberrascht, der taeglich laenger als 4 h dauerte. wenn man waehrenddessen ausser haus ist und arbeitet ist das kein problem, doch wenn man abends zu hause sitzt und ploetzlich alles dunkel wird ist dein abend gelaufen. es ist weder moeglich ein buch zu lesen, die waesche zu waschen, fernseh zu gucken oder sonst was zu machen. und da es hier schon relativ frueh dunkel wird, ist das einer der langweiligsten abende.
die weihnachtszeit rueckt naeher und ich nehme mal an, dass jeder von euch an heiligabend in die kirche geht nicht wahr?
als ich und jana letztens in der kirche waehrend einer schulvorstellung waren haben wir aus langeweile mal angefangen zu zaehlen, wie oft die eltern oder lehrer oder priester oder schwestern ihr handy benutzt haben, es klingelte uder sie raus gegangen sind um zu telefonieren.
nun stell dir vor, dass du in deutschland in der kirche sitzt und die handys nicht ausgeschaltet sind und es unglaubliche 40 mal klingelt. 40 mal ein nervender klingelton, der durch den kirchenraum hallt und 40 mal entweder auf steht und telefoniert, waehrend man den raum verlaesst oder einfach ne sms schreibt und es dann noch mal klingelt, weil eine antowrt zurueck kommt. ist das eine messe, wie du sie dir in deutschland wuenschst?
ich wette mindestens nach dem 3 klingeln wird derjenige aus der kirche geschmissen.
ich bin gespannt bei wie viel wir an heiligabend landen!
morgen hat richard geburtstag und wird 32. er redet gerade darueber, dass er sich eine frau besorgen sollte. er ist schon ziemlich alt fuer afrikanische verhaeltnisse und normalerweise waere hier jeder mit 32 schon laengst verheiratet und haette 5 kinder!
wir haben schon einen kuchen gebacken und geschenke besorgt! morgen wird ein interessanter tag!
viele gruesse!
bitte kommentieren
ich bin sehr gespannt auf eure meinungen!
Montag, 15. November 2010
Kitsch und was die Leute hier so denken!
Zum Kitsch:
auch wenn Tanzania nicht wirklich das reichste Land der welt ist, versuchen die Menschen hier doch tatsaechlich sich den Luxus etwas ins Haus zu holen. Dazu haben die Briten beigetragen, als sie Tanzania (damals noch Tanganjika) 2 mal besetzt hatten.
Man findet alte britische traditionen hier schnell wieder. Das taegliche tee trinken mit viel zucker und milch, auch wenn die milch nur so pulver ist. und die gestaltung des Wohnzimmers ist auch von betraechtlicher bedeutung. die sofas und sessel sind mit bunten oder goldenen tuechern bestickt und mustern. farblich wirkt das wohnzimmer dann eher wie ein Regenbogen. alles ist kraeftig und leuchtend. alles blinkt und funkelt. Manche haben noch einen plastik weihnachtsbaum mit bunten kugeln im wohnzimmer stehen. egal zu welcher jahreszeit. Bilder von kitschigen Jesus portraits oder weisen spruechen haengen an den waenden ueber den ausdruckslosen gesichtern auf familien fotos!
Im auto haengen dann bunte tuecher auf den sitzten oder auf dem amaturenbrett und wackeln mit den stoffresten hin und her.
Selbst das Handy wird mit bluemchen oder strasssteinen besetzt und der klingelton ist dann meist so was wie Titanic (romantische musik genrell), oder bollywood-tanz-musik. Der Kitsch ist nicht zu uebertreffen!!
Jetzt komme ich zu den sachen, die mich am meisten in den 3 monaten, die ich schon hier bin erstaunt haben!
In der ersten woche hier habe ich ein chamaeleon gefunden. ich hob es auf und sofort sprang richard mit einem stock herbei und schlug es mir damit aus der hand. er war total aufgebracht und fuchtelte wie wild herum und konnte keinen klaren satz zustande bringen. ich sah ihn nur verbluefft an. er erklaerte mir dann, dass chamaeleons toedlich sind und man sie sofort toeten muss, bevor sie einen toeten. ich verstand nicht ganz wieso. aber das war wohl oder uebel das, woran er fest glaubte. ich versuchte ihm dann zu erklaeren, dass chamaeleons nicht toedlich sind sondern eher angst vor menschen haben. er wollte das aber nicht verstehen und sagte immer wieder, dass sie einen umbringen!
ich fragte ihn dann, ob er denn schon mal eine leiche gesehen haette, die von einem chamaeleon getoetet wurde oder mit was denn das gefaehrliche chamaeleon einen umbringen wolle. etwa mit der langen zunge, die rausschiesst? oder mit den kleinen pfoetchen? vielleiocht guckt es ja auch nur einen mit den grossen glubschaugen tot!
er konnte mir keine antwort auf die fragen geben, aber als ich ihm dann das chamaeleon hin hielt rannte er davon!
Als ich dann letzte woche an einem morgen eine kleine magen verstimmung hatte und mir schwindelig war, schlief ich einfach noch mal bis 2 uhr nachmittags und traf mich dann am abend mit richard. als er hoerte, dass ich vom abendessen bis 2 uhr nachmittags am naechsten morgen nichts mehr gegessen habe, sagte er folgendes: "What? oh, my friend! You are going to die!" und ich fragte ihn warum. "because you haven't eaten anything!" dann versuchte ich ihm zu erklaeren, dass ich krank war und nichts essen konnte/wollte! aber er bestand darauf zu wissen, wie man sich verhaelt, wenn man krank ist. Seine theorie sieht folgendermassen aus: Wenn man krank ist, muss man umso mehr essen, wie man sonst schon tut, weil essen gesund macht. egal bei welcher krankheit, essen hilft immer! und wenn man einen tag lang nichts ist, stirbt man!
darueber konnte ich nur lachen und ich habe dann den restlichen abend versucht ihm zu erklaeren, dass wenn man magen probleme hat, man nichts essen sollte. glauben wollte er mir allerdings nicht so richtig!
es gibt aber noch so vieles mehr, was die menschen hier glauben oder glauben zu wissen, was bei uns voelliger nonsens ist!
Mal sehen, was wir noch so fuer meinungsverschiedenheiten haben!!
Julius
Freitag, 22. Oktober 2010
NEWSNEWSNEWS!!!
Anfangsbericht (10/2010)
Julius Froehlich, Tansania Singida
1. Projekt
a. Wie war Deine Ankunft im Projekt? Wie hat Dich der Projektpartner aufgenommen?
Vor der Ankunft waren Jana und ich ja noch in Arusha bei dem Workcamp. Erst eine Woche nach Ende des Workcamps sind wir dann mit unserem Mentor Richard und Claudia D. von Arusha nach Singida gefahren. Die Busfahrt war sehr anstrengend und als wir dann endlich in Singida ankamen, haben wir Jana und Claudia erst einmal zu Janas Gastfamilie gebracht und sind dann weiter zu Richards Wohnhaus, wo ich auch untergebracht bin, gefahren. Es war schon spaet abends, aber die Familie, die die Zimmer vermietet waren noch wach und haben mich herzlich begruesst. Ich war jedoch nach der langen Busfahrt nicht in der Lage mich ausgeibig mit ihnen zu unterhalten. Ausserdem konnten sie kein englisch, bis auf Bennet/Bennado und die Mitbewohner. Ich habe am naechsten Tag Lara in Iguguno mit Claudia, Jana und Richard besucht, wo wir dann eine kleine Dorfrunde gemacht haben und allen moeglichen Leuten hallo gesagt haben. Dann haben wir uns von Claudia verabschiedet und sind zu dritt wieder zurueck gefahren. Die naechsten Tage verbrachten wir damit Singida und unsre Projekte kennen zu lernen.
b. Wie erging es Dir in den ersten Tagen/Wochen im Projekt? Was war ungewohnt oder neu für Dich?
Da ich schon vieles aus Arusha kannte, wie z.B. das daladala-fahren, allgemeine Verhaltensregeln in der Oeffentlichkeit, Begruessungen und basic-kiswahili, war eigtl. Nur die neue Umgebung neu fuer mich. Auch die Lebensweise in solch einer Umgebung war anders als in Arusha. Singida ins eine kleine Stadt zwischen 2 grossen Seen. Mitten in der Savanne liegen die grob gemauerten Hauser mit den grauen und manchmal gruen bemalten Wellblechdaechern. Zwischen den Haeusern ragen hier und da gewaltige Steine auf und verleihen dem ganzen Bild von Singida ein Gesicht. Keine andere Stadt oder Dorf, welches ich in Tanzania gesehen habe, ist so sandig, staubig und windig. Arusha ist zwar noch viel dreckiger als Singida, aber dafuer ist die Hitzewelle, die immer vom Mittag, bis zum Nachmittag um 5 anhaelt manchmal unertraeglich. Es ist wie dauerhafter Hochsommer. In den ersten Wochen hat sich inzwischen der Alltag eingependelt. Jana und ich gehen jeden Wochentag um 8 in die Schule, unterrichten ab und zu und gehen dann um 12 mit dem Daladala in das Children and Community Center von Singida. Dort helfen wir beim Lernen, Spielen und Essen kochen und verteilen. Um 4 sind wir dann meistens wieder in der Stadt. Ich habe mir in der ersten Woche ueberlegt, ob ich in einen Fussballverein gehen soll. Direkt am darauffolgenden Tag war ich schon drin. Jetzt habe ich jeden Tag von 5 bis 6:30 training mit einer afrikanischen Fussballmanschaft. Die Spielbedingungen sind anders, aber daran werde ich mich schon noch gewoehnen.
Zu Hause ist auch alles sehr einfach und ruhig. Morgens fruehstuecke ich mit Bennet und gehe danach in die Schule. Nachmittags komme ich heim und ziehe mich fuer das Training um. Wenn ich wieder komme, erwartet mich meistens der kleine Sohn der Familie, der sich riesig freut, wenn ich mit ihm spiele. Abends esse ich dann mit dem Bennet und schauen dabei Fernsehen. Es wird sowieso fast den ganzen Tag der Fernseher angelassen, auch wenn niemand zu hause ist.
Insgesammt sind die Leute mit denen ich arbeite sehr neugierig, was Deutschland betrifft, und sehr freundlich. Sie helfen uns bei den taeglischen Aufgaben und bringen uns taeglich etwas mehr Kiswahili bei.
c. Wurden Deine Erwartungen bisher erfüllt? Auf was warst Du nicht vorbereitet?
Ich habe es mir im grossen und ganzen viel schlimmer vorgestellt. Viele sagten mir, dass es kein Trinkwasser gaebe. Man muesse sich das alles von weit entfernten Brunnen holen und dann abkochen. Es war auch von der Rede, dass keine gescheiten Geschaefte hier seien, in denen man das uebliche kaufen koenne. Doch das hat sich alles meiner Meinung nach fuer falsch erwisen. Natuerlich ist Wasser hier nicht gerade unter jedem Stein zu finden. Doch es ist immer Wasser vorhanden. Und da wir gerade in der Trockenzeit hier sind, wird es in der Regenzeit wohl erst recht nicht ausgehen.
Geschaefte sind hier auch keine Mangelware. Es gibt Internetcafes, kleine Supermaerkte, einen grossen Nahrungsmarkt auf dem Fisch, Reis, Zwiebeln, Bananen, Kartoffeln, Maismehl, Mais, Tee und vieles mehr angeboten wird. Singida hat einen alten Busbahnhof, der als Reperaturwerkstadt fuer LKWs und grosse Transporter genutzt wird. Tankstellen sind genuegend vorhanden. Matratzengeschaefte, Fahrradlaeden, Motoradverkaeufer, Motels, Bars, Kleiderlaeden, Handyshops, Kochtoepfe, Getraenkelaeden etc.etc....
Das haette ich wirklich nicht erwartet fuer eine Stadt, die von vielen als so unbedeutend und unattraktiv beurteilt wurde. Ich war ausserdem auf die extreme Hitze und auf die Tatsache, dass es mehrere Fussballvereine gibt nicht vorbereitet. Diese Stadt ist nicht so untaetig wie man denkt. Jeder Tag ist wie der andere und doch anders. Daladalas fahren von Singida aus in alle Richtungen und bringen Menschen in das Stadtzentrum, Busse aus Daresalam, Arusha und Dodoma halten hier und fahren ab. Hier wird jeder Tag als Geschaeftstag angesehen. Feiertage oder Wocheneden sind genau so belebt, wie die Wochentage. Kein Tag vergeht ohne das die Muetter und ihre Toechter Essen einkaufen oder verkaufen, Vaeter und Soehne in der Schreinerei Metallgitter oder Betten herstellen oder im Daladala Geld von den Fahrgaesten kassieren. Manche verdienen sich auch Geld durch Taxifahren in einem Auto oder Motorrad. Grosse Schubkarren werden von kraeftigen Haenden die Strassen hoch und runter am alltaeglichen Stadtlaerm vorbei geschoben, auf dem Weg Wasser, Holz oder andere Rohgueter zu holen und abzuladen.
d. Wie verläuft die Betreuung im Projekt? Bist Du zufrieden (Erreichbarkeit des Ansprechpartners, Hilfestellungen etc.)?
Da Richard praktisch mein Mitbewohner ist, und mich fast taeglich anruft, wenn wir uns nicht sehen, habe ich immer die moeglichkeit mit ihm zu reden. Wir verstehen uns gut und ich habe keinen Zweifel, dass sich das noch die naechsten 10 Monate aendern wird.
In der Schule sind wir im staendigen Kontakt mit den Lehrern, die uns sagen, was wir machen koennen. Die Kinder helfen uns dann, wenn wir etwas noch nicht wissen oder etwas falsch verstanden haben.
2. Leben
a. Bist Du mit der Unterkunft und der Verpflegung zufrieden?
Die Unterkunft ist einfach. Ein Bett mit einem Moskitonetz und zwei Hockern. Ich werde versuchen das unbenutzte Holz, welches im Hof herumliegt, fuer den Bau von Moebeln zu verwenden, da ich schliesslich immer noch aus meinem Koffer lebe. Im Hof gibt es einen Brunnen, der in der Regenzeit immer gefuellt ist. Waescheleinen hängen quer über den Hof. Ein Zimmer für die Küche, eins für das Lagern von Lebensmitteln, eins für die Lagerung von allem möglichen und ein Hühnerstall prägen das Geschehen im Hof. Außer diesen Zimmern gibt es noch mein Zimmer, Richards Zimmer, 2 andere Zimmer, in denen 2 junge Männer wohnen und ein Klo und eine Dusche. Das Klo ist wie in fast allen Häusern von Afrika ein Loch im Boden. Die Spülung erflogt durch einen Eimer Wasser, den man einfach hinterher gießt. Die Dusche ist ein Raum mit einem Abfluss. Geduscht wird mit einem Eimer heßen und kalten Wasser, die man sich nach Bedarf beliebig mischen kann. Dann wird ein kleiner Becher genommen, mit dem man Wasser über sich gießt. Das Essen zu Hause ist gut. Es gibt zwar sehr viel Reis, aber daran habe ich mich schon gewöhnt. In der Schule gibt es meistens einen kleinen Snack und eine Tasse Tee. Im Center gibt es dann noch mal richtiges Mittagessen. Und falls man noch mal Hunger kriegt, kann man sich ne Mango, Bananen, Kekse oder andere Snacks auf der Strasse kaufen. In den „Restaurants“ gibt es meistens auch noch Ugali, Reis oder Pommes mit Fleisch. Und wenn man zu Gast irgendwo isst, verhungert man auch nicht, da man so viel auf den Teller kriegt, dass man danach nach Hause rollen könnte.
b. Wie ergeht es Dir im Land und mit den Menschen? Wie läuft die Kommunikation? Hast Du schon Kontakte geknüpft?
Ich bin inzwischen sehr Vertraut mit der Weise, wie die Menschen hier Kontakt aufnehmen wollen oder Aufmerksamkeit kriegen wollen. Die meisten versuchen uns auf Englisch anzureden. Das ist dann aber in den meisten Fällen nur so „Hello“,“How are you?“. Das kann man einfach beantworten und weitergehen. Wenn sie dann kein Englisch können, grüssen sie uns auf Kiswahili, was mittlerweile auch kein Problem mehr ist. Nur in wenigen Fällen werden sie aufdringlich und laufen einem die ganze Zeit hinterher. Da hilft dann auch nicht wirklich ein „Nein!“ , wenn sie Geld wollen oder irgendwas anderes. Meistens sind es dann Kinder die man nach 100 Metern abgewimmelt hat.
Die Kommunikation ist schwierig, wird aber immer besser. Kontakte ist Definitionssache. Wenn jeder die Handynummer von einem haben will oder sagt er sei jetzt sein Freund, dann sehe ich das nicht als Freund an. Die Kontakte, die ich hier knüpfe sind die Arbeitskollegen bei der Arbeit und die Mannschaftskammeraden in der Fußballmannschaft oder die Nachbarskinder. Ich bezweifle jedoch, dass diese Kontakte, die einzigen bleiben, da man als Weißer hier doch sehr schnell auffällt.
3. Reflexion
a. Was möchtest Du in den nächsten Monaten erreichen (in der Arbeit und privat)? Welche langfristigen Ziele kannst Du Dir vorstellen?
In der Schule möchte ich erst einmal eine Grundlage für den späteren Unterricht herstellen. Die Kinder sollen in der Lage sein mich zu verstehen, untereinander English reden und die einfachen Aufgaben zu lösen, ohne dass man ihnen andauernd sagen muss, was sie tun sollen.
Privat möchte ich mich intensiver mit der Familie beschäftigen und mir ein Fahrrad zulegen, damit ich nicht mehr vom Daladala fahren abhängig bin. Außerdem möchte ich mein Zimmer umgestalten und Kleinigkeiten verbessern. Ich plane vor allem seit langem einen Tisch und ein Regal und vielleicht sogar noch ein Sofa aus dem vielen Holz, was nicht genutzt wird zu bauen. Wird schon nicht so schwierig sein und Zeit habe ich ja dann in den Ferien genug.
Langfristige Ziele sind die, dass ich mich besser mit der Familie unterhalten kann, die Schüler besser Englisch sprechen können und die Aufgaben schneller lösen.
b. Gibt oder gab es irgendwelche Schwierigkeiten oder Probleme?
Bis jetzt gab es noch keine Nennenswerten Probleme, die Diskussionen oder Klärungen nötig hätten.
c. Gibt es Situationen, die Dir unangenehm sind? Wie gehst Du damit um?
Natürlich gab es solche schon mal. Die gibt es auch immer wieder wo ich mir denke: „Können die mich nicht einfach mal in Ruhe lassen? Ich bin auch nur ein Mensch und will akzeptiert werden.“
Denn Häufig wird hinter meinem Rücken über mich geredet und gelacht. Das macht mich zum einen Wütend, weil ich genau weiß dass sie übe mich reden und es sie nicht kümmert, dass ich ständig das Wort „Mzungu“ (Weißer Mann) höre. Dennoch spornen mich immer wieder diese Situationen an, mein Kiswahili zu verbessern.
4. Sonstiges
a. Wie verlief bis jetzt die Kommunikation bzw. Organisation mit dem Büro?
Soweit ich das beurteilen kann, verläuft die Kommunikation nicht gerade schnell, aber daran habe ich mich schon gewöhnt, dass hier alles etwas langsamer gemacht wird.
b. Hast du schon eine Handynummer, über die du im Notfall erreichbar bist?
+255757224461 begin_of_the_skype_highlighting +255757224461 end_of_the_skype_highlighting begin_of_the_skype_highlighting +255757224461 end_of_the_skype_highlighting (Vodacom)
+255686819260 (Zain)
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Bilder im Blog von Jana
also es gibt jetzt bilder von meinem aufenthalt hier. aber die sind bei der jana auf der blogseite. ich habe mal einen link hier links daneben gestellt, damit ihr darauf euch die bilder ansehen koennt.
ansonsten scheibe ich spaeter nochmal.
Julius
Sonntag, 10. Oktober 2010
1. woche
also...einiges steht ja schon unter diesem blog. viel gibt es nicht hinzuzufuegen.
ich wollte einfach nur mal loswerden, dass richard ein sehr netter, spassiger kerl ist und dass man als mzungu hier schnell viele leute kennenlernt, da man ja eine art attraktion hier fuer die alle ist!
trotzdem lernt man jeden tag mehr: die versuchen hier vor mir zu verstecken, wie arm sie sind. manchmal ist dies aber nicht moeglich. trotzdem lassen die leute hier sich davon nicht beirren und laecheln die ganze zeit. sie sind einem immer sehr dankbar und laden einen immer herzlich ein. sie stehen fuer einen auf und bieten mir den sitzplatz an, wenn der daladala voll ist und lauter so sachen wo man sich denkt: "nur weil ich weiss bin werde ich so behandelt." das ist leider die wahrheit. man kann sich hier nicht normal durch die stadt bewegen ohne von kindern "mzungu" genannt zu werden. und es reicht ihnen nicht, dass man nur 3 mal hinguckt und winkt. manchmal sagen sie sogar "good morning" und so sachen. jeder gruesst mich und ich komme mir vor wie ein fremder. nagut... das bin ich ja auch. aber ich werde noch nicht als arbeiter/helfer hier akzeptiert sondern eher als tourist, der nur hier ist um sich das schoene singida anzugucken und jedem, der nach geld fragt ihm mal eben 10.000 tsh gibt (5 euro)!
die menschen, die mich dann als solche anerkennen, wie die lehrer in der schule fragen nicht nach stiften oder nach geld, sondern danach, wie es ist in deutschland zu leben. das fragen viele, die laenger als 5 minuten mit mir reden. es scheint mir so, als wuerden sie sich in meinen erzaehlungen wohl fuehlen, wie in einer luxus massage und versuchen den geschichten und erzaehlungen zu folgen und es voll und ganz zu geniessen, wie die andere welt da oben aussieht!
naja... auf jeden fall mache ich weiter fotos. nur reinstellen in den blog geht nicht. ich habe es jetzt oefter versucht...das bild von mir hier hat nur in arusha funktioniert! ausserdem laesst mich gerade meine technik im stich. der laptop hat seinen geist aufgegeben, meine kammera spinnt manchmal und sagt, sie haette keine fotos drauf und will auch keine mehr schiessen, und meine externe will nicht mehr laufen. ich versuche mal all dies bei einem lokalen computer fuzzi reparieren zu lassen, aber wenn meine externe nicht mehr herzustellen ist, sind alle fotos, die ich vom aufenthalt in arusha bis jetzt fuer immer verloren!
ich hoffe das beste!!!
so das wars erst mal wieder!
julius!
Donnerstag, 7. Oktober 2010
This is Afrika!
hier bin ich schon wieder!
toller tag.
Aber ich will auch mal ins detail gehen:
2. tag in der schule. das erste was ich gesehen habe ist wie kleine kinder verpruegelt wurden. den grund wusste ich nicht! auch mitten im unterricht wurden die kinder, weil sie ihre hefte nicht dabei hatten, verpruegelt.
darueber muessen wir uns noch mit den lehrern unterhalten. auf jeden fall habe ich dann eine stunde english gemacht und es hat spass gemacht. aber ich merke, dass da noch vieles gemacht werden muss. denn die schueler sind viel zu schuechtern und aengstlich, als dass sie sich trauen etwas alleine zu sagen. als gruppe schreien sie einem fast das ohr ab, aber alleine hoert sie nicht einmal der nachbar!
ich muss wahrscheinlich nochmal ganz von vorne mit den kindern beginnen, weil einfach grundlegende Regeln vergessen wurden, die selbst die lehrer nicht kennen. die schreiben grundsaetzlich alles, was nomen sind gross. dann muss ich auch noch an der aussprache mit ihnen ueben. in mathe weiss ich noch nicht genau, wie gut die kinder sind. aber das werde ich noch herausfinden. 1+2 schaffen sie immerhin schonmal in 5 minuten richtig zu rechnen!
um 12:30 gehen wir immer mit dem daladala etwas aus der stadt heraus zum children community center, wo den strassen- und waisenkindern essen gegeben wird. das ist eine einfache aber spassige arbeit. nachdem die kinder gegessen haben bringen wir ihnen immer noch etwas english bei und spielen mit ihnen irgendwas!
allerdings sind die moeglichkeiten hier sehr begrenzt und man muss nehmen, was man kriegt. man merkt immer wieder, das die menschen hier nicht die option fuer die normalsten dinge der welt in europa haben. aber je laenger man sich damit beschaeftigt, desto natuerlicher kommt es einem vor, dass hier nur die reichen oder die grossen schulen Baelle oder soielzeug haben.
das wars erst mal wieder. fotos wuerde ich gerne reinstellen, aber der pc hier, will meine kammera nicht erkennen und von dahenr muss ich es irgendwie anders versuchen!
kwa heri
ps: mit jedem tag lerne ich 2 kiswahili woerter mehr...so im durchschnitt...
so richtig sprechen kann ich noch nicht, aber immerhin kann ich saetze bilden, die sinn machen!
Dienstag, 5. Oktober 2010
Karibuni Sana in Singida!
ansonsten ist das essen hier ebenso, wie in arusha. hier wird nur alles doppelt und 3-fach gesuesst. alle sind hier sehr christlich. die zukunft der kirche liegt eigtl. mehr in afrika, als in europa!
Samstag, 2. Oktober 2010
habe jetzt eine Woche urlaub genossen. ab morgen gehts jetzt nach singida mit dem Richard und der Jana W.
Die busfahrt soll 8 h dauern von arusha nach singida. aber ich werde mir die zeit damit vertreiben dem richard viele fragen ueber singida zu stellen.
ich habe jetzt 5 wochen reis ohne ende gegessen. aber manchmal war der reis oder das fleisch oder der spinat nicht ganz ordentlich gereinigt wurde und dann ab und zu mal steine oder kleine knochen mittendrin waren. aber das ist afrika!
hier gewoehnt man sich an sachen...oder man isst sie einfach nicht mehr... ich glaube ich werde vegetarier hier.!!
naja...ich bin auf jeden fall gespannt auf singida und berichte euch so bald es geht, wie es da unten aussieht. aber es soll wohl noch weniger inet geben als in arusha...
naja
asante sana
safi!
Kwaheri!
Sonntag, 26. September 2010
fotos streiken!
also ich habe es jetzt bei mehreren pc's und laptops versucht, aber es ist auf blogspot nicht moeglich. dafuer stelle ich sie in facebook rein, wenn sie jemand dort sehen will!
ansonsten waren wir jetzt die letzte woche unterwegs von arusha mit dem bus nach lushoto. da es mir aber am abend davor nicht gut ging und starkes fieber hatte war ich auch die busfahrt und die restlichen 3 tage sehr stark angeschlagen. dennoch wollte ich unbedingt mit! in lushoto war es dann aber so schlimm, dass ich ins krankenhaus musste und die mir dort was gegen das fieber gegeben haben. der malaria-verdacht war gross, da ich keine prophylaxe und unter keinem mosquitonetz geschlafen habe und ich auch schon stiche hatte!
am naechsten tag war dann 4h warten angesagt. die blutergebnisse waren aber negativ und somit war klar dass ich kein malaria und kein typhus hatte! es lief dann eher auf eine lebensmittelvergiftung hinaus! ich bin dann noch am selben tag wandern gegangen in den usambara bergen! war auch ne wunderschoene aussicht von dort und wir sind durch kleine verwinkelte abgelegene doerfer gegangen.
danach ging es mir aber wieder schlecht und ich lag den restlichen tag flach!
am naechsten tag sind wir alle nach mwera aufgebrochen, dass bei pangani liegt. pangani hat eine sehr interessante geschichte und liegt bei Tanga.
mwera liegt am indischen ozean, an dem wir dann auch in grossen zelten in einem schoenen resort uebernachtet haben! hervorragendes essen, schoenes wetter, warmes und ruhiges meer, menschenleere straende und super sonne!
kwaheri
Mittwoch, 8. September 2010
Fotos?
also viele wollen fotos sehen! wuerde ich gerne reinstellen,wenn das inet auch mitspielen wuerde aber ich bin jetzt noch nicht dazu gekommen ein schnelles inet zu finden,welches dies moeglich macht!
aber ich wollte dennoch einen kleine report machen:
nachdem ich mich bei meiner gastfamilie und dem projekt im children and woman development center gut eingelebt habe,wurde ich mit anderen auf eine neue mission ausserhalb von arusha geschickt!
wir sind an den fuss des mt. meru gefahren um dort in einem maasaidorf unsere hilfe anzubieten, die von den kleinen kindern im alter von 3-9 herzlich angenommen wurde!
die strassen dort hin gleichen eher einem testgelaende fuer rangerover und andere gelaendewagen. trotzdemsind wir jedes malmit nur ein bisschen schwindelgefuehl und ein paar beulen am kopf davon gekommen. dort gibt es auch ein hospital in welches ich morgen gehe. dort werden schwangere frauen vom arzt untersucht und dort kommen auch die kinder zur welt. 5 weisse beschaeftigen taeglich die 120 kinder dort.
danach bin ich immer totalfertig weil die sonne jetzt ohne erbarmen auf uns herunter knallt. zum abschluss verteilen wir immer die kekse,die uns mama hindu mitgibt. das ist dann immer ein riesen chaos,weil manche sich doppelt anstellen oder sich vordraengeln. die kinder hier wissen,dass sie um ihr ueberleben selber kaempfen muessen und tun dies auch! wir versuchen unser bestes, um die kleinen und schwachen auch mit einzubeziehen und gerecht zu verteilen!
am wochenede gehen wir auf safari zumngorongoro krater und zum manyarasee.
der spass kostet um die 260 dollar fuer 2 tage! freitag ist rammadan vorbei und in der stadt gibt es grosse partys!
heute nacht wurden uns unsere schuhe vor der haustuere geklaut.
der erste diebstahl von allen teilnehmern in der gesamten zeit hier. es wurden 4 paar schuhe geklaut. meine wanderschuhe und andere nicht billige schuhe. diese standen aber wie auch die naechte davor sicher vor der haustuere in unserem hof,der mit stacheldrahtzaun, einem grossen eisentor und vielen scharfen glasscherben auf der 3m hohen mauer umgeben ist. die frage ist zwar schon, wie sie die schuhe klauen konnten, aber noch mehr interessiert mich die frage, warum nur die schuhe der weissen, wenn die schuhe der gastfamilie direkt daneben stehen?
naja...jetzt muss ich mir erst einmalwieder neue wanderschuhe besorgen,....so kurz vor der safari!! wir haben auch schon einen plan fuer die letzte woche. ich werde mit 9 anderen workcampteilnehmern nach leshoto ueber moshi fahren.dort 2 tage im gebirge wandern und dann weiter nach pangani ans meer, wo wir einen schoenen strand aufsuchen werden und zelten.vielleicht gehts dann noch weiter nach dar es salaam oder nach pemba. mein favourit ist pemba, weil dar es salaam vom tourismusso ueberfuellt ist, und pemba von den straenden genausoschoen sein soll, aber vom tourismus kaum beruehrt ist! ausserdem gibt es im norgen der insel einen richtigen urwald, durch den es fuehrungen gibt. hoert sich alles ganz nett und toll an, aber die faehre von dar faehrt unregelmaessig am wochenede 8 h hin!! preis ungewiss!
es gibt aber einen 20 min. flug von tanga, halbe h noerdlich von pangani, nach pemba.
wann der immer fliegt und wie teuer...keine ahnung!!
das wars dann erst mal!
ashe (maasai sprache)
kwaheri na badaaye
Mittwoch, 1. September 2010
ANGEKOMMEN!
bin in einer gastfamilie untergebracht und das wetter ist kalt!!! aber es regnet nicht!
ansonsten ist das essen fast europaeisch , bis auf die bananen oder papajas!
die leute sind sehr freundlich und passen auf uns auf!
bitte sendet mir ueber email, eure adressen, die das noch nicht getan haben, damit ich euch eine spendenquittung austellen kann!!!
asante sana!
kwaheri!
Julius
Montag, 23. August 2010
Nur noch eine Woche
in so ziemlich 6 Tagen geht es endlich los!
Die Spenden sind hervorragend und es ist fast alles zusammen!!!!
ich werde die freie zeit nutzen, und kolping eure adressen zu schicken, damit sie euch die spenenquittungen austellen können!
koffer ist schon zum großteil gepackt;)!
Sonntag, 25. Juli 2010
Hallo liebe Freunde, Verwandte und Spender.
ich bin heute von dem Vorbereitungsseminar des Workcamps zurückgekehrt und habe neue Motivation, Ideen und Leute kennengelernt.
Noch 5 Wochen und ich habe noch so viel zu tun.
Ich lerne schon fleißig Swahili auf den langen Fahrten in der Bahn.
Hier ist auch eine facebook-seite von meinem Workcamp-Projekt, in welchem ich 4 Wochen vor meinem Aufenthalt in Singida in einem "Center for Womens and Children's Development" Projekte leite, wie zum Beispiel eine Sport-AG, eine Gartengestaltungs-AG, eine Bastel-AG und andere AG's die den Kindern etwas beibringen und Spaß machen.
Kwaheri!
Samstag, 10. Juli 2010
Vielen dank schon mal
asante rafiki
Donnerstag, 8. Juli 2010
Noch 2 Monate
nur noch 7 wochen und 2 tage, dann bin ich weg!!!
aber davor richte ich ja diesen blog noch ein.
bin nicht wirklich geübt darin aber ich versuche ihn so angenehm wie möglich zu gestalten und ihn so aktuell wie möglich zu halten!
Karibuni Sani auf meinem blog:D!