vorgestrern bestieg ich zusammen mit Pscal, meinem Gastbruder, den Mt. Hanang.
Der 3. groesste Berg in Tanzania war schon am tag zuvor eine herausforderung.
Im Office, wo man eine tour buchen musste, war kein mensch da und man sagte uns, dass dieser jemand zuletzt vor ein paar wochen gesehen wurde.
die Aussichten somit noch am naechsten tag den berg zu besteigen waren ziemlich gering. wir bekamen zwar die handy nummer von diesem typen, aber er hatte sein handy aus.
nachdem wir es geschaetzte 20 mal versucht hatten, ging er ran und sagte: ich komme! ich komme! geht nicht weg!!
nach einer stunde kam er dann auch ganz gemaechlich und wir haben in seinem office alles noetige besprochen.
Da ich eine verlaengerte aufenthaltsgenehmigung hatte, war das alles etwas billiger.
der guide kam dann ein paar minuten spaeter und wir verabredeten uns fuer den naechsten Tag um 6 uhr morgens!
wir haben zusammen gefruehstueckt und sind dann mit inem schweren rucksack voller getraenke und essen und extra warmen klamotten losgelaufen.
es war noch total dunkel und wir liefen fast blind durch die strassen.
der guide fuehrte uns einen kleinen huegel hinauf und von dort an ging es nur noch steil bergauf durch kleine Haine und gestruepp. Vor sich konnte man in weiter entfernung ab und zu im morgendaemmern die Bergspitze sehen.
Ich trug den schweren Rucksack und nebenbei eine machete fuer die kleinen Aeste die im weg waren, Pascal auch eine Machete und der Guide eine Wasserflasche.
Nach etwa 2h bergaufsteigen und abrutschen und schnaufen, gab ich Pascal den Rucksack. Nach etwa 10 min. sagte Pascal, er koenne nicht mehr und ich solle doch bitte den rucksack wieder nehmen. ich trug ihn fuer eine weitere stunde.
Auf dem Weg nach oben rauschten wir foermlich an 3 anderen Weissen mit diesen Nordikwalking sticks und grossen Rucksaecken vorbei.
Dann nahm mir der Guide den Rucksack ab und er lief etwa eine halbe stunde damit, bis er ploetzlich anhielt. Wir hatten inzwischen die Vegetationszone mit groesseren Gewaechsen hinter uns gelassen. Ich sah, wie viele von den baeumen abgebrannt waren. der Boden war steinig und von schwarzen pflanzenstummeln uebersaet, die wohl einmal grasbueschel gewesen sein mussten!
Der Guide erzaehlte uns, dass in der nacht haeuftig leute auf den Berg steigen und alles mit fackeln in brand setzen, um die bienen zu toeten oder zu vertreiben, um an den honig heran zu kommen. Durch das abbrennen verliert der Boden an halt und man rutscht sehr leicht auf dem geroell aus.
Als wir nun da standen und das Ende schon beinahe sahen, sagte der guide, er koenne nicht weiter gehen, da er bauchschmerzen habe.
Wir sollten also den rest des Weges alleine fortsetzen und er wuerde nachkommen, sobald es ihm besser ginge.
Doch das letzte stueck war das haerteste und pascal und ich schnauften uns gegenseitig an. Der ausblick war zwar schon zu jenem zeitpunkt enorm, doch ich wollte es wissen und wollte die spitze erreichen.
Und dann stand ich ploetzlich oben auf dem Berg. Noch nicht auf dem hoechsten punkt, doch ich hatte die bergkuppe erreicht.
Pascal kam hinter mir her geklettert und wir beide standen dort und sahen auf die WOlkendecke unter uns, die sich bis zum horizont erstreckte.
Wir standen tatsaechlich dort oben und waren den ganzen weg zu fuss gegngen. wenn man dann so hinunter sieht, scheint einem das fast unmoeglich innerhalb von 4-5h 3700 meter zu besteigen.
wir haben ein paar fotos und Videos gemacht und sind dann nach einer stunde weiterem kletterns und ausruhens und guckens wiedfer zu unsguide hinunter gegangen, mit dem wir dann zusammen den abstieg innerhalb von 2 stunden eher runterfielen und herunterrannten ,als normales gehen!
anfang august werde ich dann ein wasserprojekt besichtigen!
bis dahin
4 wochen und dann seht ihr bilder!
Julius
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